Tiefenpsychologisch fundierte Gesprächstherapie:

Das wissenschaftlich anerkannte Therapieverfahren hat ein breites Spektrum an Anwendungsbereichen. Bei Diagnosen wie beispielsweise Depression, Angststörungen und Traumata erfolgt eine Kostenerstattung der gesetzlichen Krankenkassen. Vor allem ist es zunächst wichtig, dass sich Patient und Therapeut über das Behandlungsziel austauschen. An welchem Problem möchte der Patient an erster Stelle arbeiten? Was möchte der Patient erreichen? Was erwartet er von seinem Therapeuten? Im weiteren Verlauf der Therapie helfen Gespräche mit dem Therapeuten dabei, die tiefliegende Ursache der Konflikte zu finden, welche nicht selten in der Kindheit und somit in der Familie liegen können. Demnach nimmt die Kindheit oft viel Raum in der Therapie ein. Der Therapeut versucht durch das Geben von Ratschlägen und durch Hilfestellungen bei der Bewertung von Situationen, vorhandene Ressourcen zu erkennen und diese zu mobilisieren. Dadurch gibt es eine Verbesserung der Gegenwartsbewältigung, welches mitunter als zentrales Ziel zu verstehen ist.

Psychoanalytische Psychotherapie:

Die Psychoanalyse, welche auf Sigmund Freud zurückzuführen ist, dient zur Erkundung tiefsitzender psychischer Beschwerden. Ziel der Therapie ist eine strukturelle Veränderung durch die Bewusstmachung des Unbewussten, um krankmachende Konflikte, die im Hier und Jetzt bestehen, gänzlich zu lösen. Oft liegt der Patient auf einer Couch und der Therapeut sitzt unmittelbar hinter ihm. Dies muss aber nicht immer der Fall sein. Es ist lediglich wichtig, dass der Therapeut sich nicht im Blickfeld des Patienten befindet, um keinen Einfluss auf die Gedanken des Patienten zu nehmen. Durch das genaue Zuhören der frei assoziierten Gedankengänge gelingt es dem Therapeuten die Kindheits- und Familiengeschichte des Betroffenen mit ihm aufzuarbeiten. Dies bedarf sehr viel Geduld und ist deshalb nicht ohne Grund jene Therapie, welche am meisten Zeit in Anspruch nimmt. Die Grundbehandlung dauert 160 Stunden, sie kann auch noch verlängert werden.

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